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Kälteeigenschaften von Diesel und Benzin
Diesel und Benzin weisen im Winter sehr unterschiedliche Eigenschaften auf. So gefriert Benzin bei deutlich niedrigeren Temperaturen, Diesel hingegen kann bereits bei mässigem Frost Probleme verursachen.

Wird die Entscheidung für ein Diesel- oder Benzinfahrzeug getroffen, spielt in der Regel der Gefrierpunkt des jeweiligen Kraftstoffes eine nur untergeordnete Rolle. Wer jedoch in Regionen mit teils sehr niedrigen Temperaturen im Winter wohnt, kann unter Umständen Probleme mit dem Dieselfahrzeug bekommen.

Dieselkraftstoff hat die Eigenschaft, dass er insgesamt bis zu acht Prozent Wasser aufnehmen kann, welches dann im Winter bei niedrigen Temperaturen ab etwa -18 Grad bereits gefrieren und Eiskristalle bilden kann. Die hierdurch entstehenden Parafinkristalle verstopfen den Kraftstofffilter und verhindern das Durchfliessen des Diesels vom Tank bis hin zum Motor. In der Folge springt das Fahrzeug nicht mehr an und kann demzufolge nicht mehr genutzt werden.

Um die Temperatureigenschaften von Diesel in den Wintermonaten zu erhöhen, wird im Winter die Filterbarkeitsgrenze, der so genannte CFPP-Wert, deutlich herabgesetzt. So ist Winterdiesel regelmässig bis zu einer Temperatur von -22 Grad beständig, die teilweise angebotenen Premium-Diesel-Sorten der AGROLA (Cleanline, ULSD Diesel und Polardiesel) garantieren sogar eine Temperaturbeständigkeit von -15 bis -30 Grad.

Demgegenüber steht der konventionelle Benzinkraftstoff, welcher erst ab einer Temperatur von -45 Grad gefriert. Benzin-Fahrzeuge haben daher im Winter deutlich weniger Probleme, denn das Bilden von Eiskristallen ist hier nicht möglich.